Benachteiligung in der Pflege – Frauennetzwerk für Pflege-Managerinnen bietet Rückendeckung

Der Internationale Tag der Pflegenden erinnert jährlich am 12. Mai an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale. Dass die Pflege eine unverzichtbare Säule der systemrelevanten Gesundheitsberufe ist, hat die Corona-Krise unterstrichen. Doch gibt es bei Anerkennung und Entlohnung nach wie vor starken Verbesserungsbedarf – und darüber hinaus auch geschlechterspezifische Unterschiede. Hier setzt das neu gegründete „Frauennetzwerk TOP-Management Pflege“ an.

Hannover, 8. Mai 2020. Der Internationale Tag der Pflege wird jährlich am 12. Mai begangen. Er erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale. Dass die Pflege eine unverzichtbare Säule der systemrelevanten Gesundheitsberufe ist, hat die Corona-Krise deutlich unterstrichen. Doch gibt es bei Anerkennung und Entlohnung nach wie vor starken Verbesserungsbedarf – und darüber hinaus auch geschlechterspezifische Unterschiede. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt: Trotz des wesentlich höheren Frauenanteils in der Pflege verdienen die Arbeitnehmerinnen dieser Branche im Schnitt deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen.

Die Vergleichsplattform Gehalt.de hat 22.097 Datensätze zu systemrelevanten Berufen analysiert. So verdienen Krankenpflegerinnen mit 37.700 Euro etwa 11,6 Prozent weniger als Krankenpfleger, die durchschnittlich auf 42.200 Euro Jahresgehalt kommen. In der Altenpflege liegt der Unterschied bei 3,5 Prozent: 32.600 Euro zu 33.800 Euro Jahreseinkommen. In beiden Berufsgruppen sind mehrheitlich Frauen tätig: In der Gesundheits- und Krankenpflege liegt der Frauenanteil bei 80 Prozent, in der Altenpflege bei 77 Prozent.

Wie kommt es, dass auch in einem von Frauen dominierten Beruf die Gehaltsschere derart auseinander geht? „Prinzipiell sind ausgebildete Pflegefachpersonen in einer starken Verhandlungsposition. Die Nachfrage auf dem Markt ist sehr groß, und entsprechend qualifizierte Frauen sollten sich in Gehaltsfragen nicht übervorteilen lassen. Hier fehlt es oft an Selbstbewusstsein“, analysiert Kerstin Werner, Projektmanagerin Pflegemedien bei der Schlüterschen Mediengruppe. „Helfen können Vorbilder und Vergleichsmöglichkeiten. Unser im März gestartetes Netzwerk ‚TOP-Management Pflege‘ setzt hier an. Frauen aus der Pflege können sich direkt untereinander austauschen. Neben gerechter Entlohnung geht es um eine Vielzahl weiterer Themen zu Pflegeberuf und Karriere.“

Vom Austausch beruflich profitieren: Frauennetzwerk TOP-Management Pflege

Initiiert wurde das Frauennetzwerk TOP-Management Pflege von der Schlüterschen in Zusammenarbeit mit den Gründungspartnern KORIAN, PAUL HARTMANN AG und Medizinische Hochschule Hannover. Das Projekt bringt Frauen aus der Pflege miteinander in Kontakt, damit sie sich vernetzen, miteinander kommunizieren und voneinander profitieren. Das Ziel: Frauen auf dem Weg in Führungspositionen ermutigen, ihren Gestaltungsspielraum zu erkennen, zu nutzen und zu vergrößern. Das Netzwerk bietet Impulse, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Themen für Führungsfrauen – und solche, die es werden wollen. Der Fokus liegt dabei auf Information, Unterstützung und persönlichem Austausch. Bei Mentorinnen im Netzwerk können sich Frauen strategische Ratschläge, aber auch emotionale Unterstützung suchen.

Der Online-Auftritt des Netzwerks mit allen wichtigen Informationen und dem Formular zur kostenfreien Anmeldung steht bereit unter https://www.topfrauen-netzwerk.de/.

Für den 17. September 2020 ist die erste eigene Netzwerkveranstaltung in Hannover geplant. Hier erwarten die Top-Frauen aus dem Pflegemanagement unter anderem Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden – und natürlich vielfältige Möglichkeiten für Austausch und Kontaktpflege vor Ort.

Über die Schlütersche

Das Themenfeld Gesundheit und Pflege gehört zu den Kernkompetenzen der Schlüterschen Mediengruppe: Das Portfolio umfasst in den Verlagsprogrammen Schlütersche Pflege und Brigitte Kunz Verlag eine Vielzahl von Pflegemedien für die Praxis mit dem Schwerpunkt auf Fachbüchern, dem Online-Portal pflegen-online.de und dem Magazin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Das Angebot im Bereich Gesundheit und Pflege wird mit der Produktlinie sgp (Sozial-, Gesundheits- und Pflegewirtschaft) erweitert. Über das Unternehmen Carry-On Trade Publishing ist die Schlütersche mit LEBENLANG, dem digitalen Magazin für Gesundheit und Lifestyle, im Bereich Digital Publishing aktiv.

Die Schlütersche ist ein Mediendienstleister für mittelständische Unternehmen. Für ihre Kunden entwickelt die Mediengruppe Werbe- und Marketingkonzepte – digital, in Print oder crossmedial, alles aus einer Hand.

Pressekontakt

Christiane Pitschke
Unternehmenskommunikation
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